Der längste Heimweg aller Zeiten...


Berlin, U-Bahnhof. Freitag.

22:30 Uhr

Mir geht es gut....zumindest denke ich das. Ich war gerade den einen oder anderen Wodka-Cola hinter die Binde kippen.

Ist aber gar nicht so tragisch - tragischer war der Knaller am Ende. Auf dem Weg nach Hause und im Irrglauben, eine Cola angeboten zu bekommen (auf dem Weg zum U-Bahnhof), haue ich mir erstmal ein Cola-Wodka-Apfel-irgendwas Gemisch hinter - und das knallte richtig derbe.
Aber okay, dachte ich bei mir - in 30 Minuten bist du ja zu Hause. Schwerer Fehler.

22:55 Uhr

Geil. Eine Station später mit der S9 Richtung Grünau der Knaller - Schienenersatzverkehr. Aufgrund meines Zustands kann ich mit nicht genau alle Orte zum Umsteigen merken, die mir der überaus motivierte Bahn-Angestellte in 3 Sekunden runterrasselt und wundere mich dann später nichtmal, dass ich in einen SEV-Bus Richtung Flughafen Schönefeld geschoben werde, in den ich auch treudoof einsteige....

23:15 Uhr

Wann sind wir endlich in Schönefeld? Mir is' schlecht.

23:19 Uhr

Boah....die Vibration der Bodenwellen lassen sich im Magen nachvollziehen. Aber die Herren da hinten könnten mal still sitzen, dieses ständige um-mich-rum drehen macht mich ja völlig kirre.

23:20 Uhr

....na, jetzt sehe ich wenigstens gar keine Herren mehr.....aber auch sonst nicht gerade viel.....

23:25 Uhr

Endlich angekommen....

23:26 Uhr

Hab gerade knapp nach dem Aussteigen Berlin Schönefeld Flughafen umdekoriert. Dafür kann ich wieder sehen und mir ist auch nicht mehr schlecht.

23:40 Uhr

"Was mach'n se' denn hier, da sinnse zu weit, müss'n se zurück nach Adlershof!"
Wargh. Entweder falscher Bus oder mit dem falschen Bahnfuzzi gesprochen, denn der hier sagt mir gerade, das ich einen Umweg gefahren bin. Dazu regnet es in strömen, und ich in meinem dünnen, kurzärmeligen, weißen Hemd und der 3/4 Hose hab auch genau das passende Kleidungswerk dazu am Leibe.
Desorientiert suche ich mir den nächsten Bus.

0:01 Uhr

Nach langem Suchen und noch längerem Warten entscheidet sich dann einer der Busse gnädigerweise, Richtung Adlershof zu fahren und ich steige ein. OK, in Adlershof dann in die S-Bahn und nichts wie nach Hause.....mir reicht's.

0:12 Uhr

Ich formuliere es mal dezent: Von wegen nach Hause.
In Adlershof erfahre ich, dass ich exakt bis nach Grünau fahren kann, aber weiter nicht. Da muss ich dann erneut umsteigen.

0:21 Uhr

Ich mag Grünau. Es ist ruhig, es ist abgelegen und man wartet gerne mal ewig auf die nächste S-Bahn. Ergo: Es ist zum kotzen. Da ich das aber schon in Schönefeld erledigt habe, ziehe ich mir einen Müsliriegel aus dem Automaten, rauche eine Zigarette und beschäftige mich inständig damit, die Welt zu hassen. Ein Leidensgenosse spricht mich an und fragt, ob ich auch in RIchtung Wildau möchte. Ich nicke kurz - kein Bock zu erklären, dass ich ein Stück weiter muss.

0:45 Uhr

Endlich erwische ich die richtige Bahn.

1:17 Uhr

Ankunft Königs Wusterhausen. Fassen wir zusammen. Mir ist schlecht, ich bin müde, ich bin klitschnass....kann es schlimmer kommen?
Ja.
Jemand das Gewitter am Freitag mitbekommen? Ja? Es muss die selbe Bahn wie ich genommen haben, denn in KW ging es genau dann los, als ich ankam.

1:25 Uhr

Zwei Anrufe. Zwei Kumpel mit ähnlichen Motiven.
"Beeil dich!"
"Wieso?"
"Merkst du nicht das es Gewittert?"
"Hm..warte mal...ich bin klatschnass....es wird in regelmäßigen Abständen kurzweilig taghell....es knallt dauernd.....wenn wir nicht gerade im Krieg sind, dann BEMERKE ICH DAS GEWITTER!"

1:31 Uhr

Zu Hause! ZU HAUSE! Ich lasse mich ins Bett fallen und ratze sofort weg. Wie schön, dass ich morgen ausschlafen kann.

Was ich daraus gelernt hab?

- Ich trinke keine Cola mehr, die ich nicht selbst geöffnet oder abgefüllt habe!
- Wenn sich eh alles dreht, setz dich nie entgegengesetzt der Fahrtrichtung.
- Glaube niemals Bahn-Angestellten die schneller sprechen als du denken kannst.
- Man muss das Bett neu beziehen, wenn man sich Nachts klatschnass reinfallen lässt

 

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Der geschmackloseste Eintrag....


.....sprichwörtlich zum kotzen.

Wenn ich daran denke, dass dieses oder nächstes Wochenende endlich die Renovierungsarbeiten an der Wohnung abgeschlossen sein werden und ich endlich, endlich dem Umzug fröhnen kann und wieder ein Privatleben besitzen werde (Hooray), sehe ich jetzt schon, dass dies mit Sicherheit ein feucht-fröhlicher Abend wird.

Bei diesen Gedankenspielereien kam mir irgendwie auch der doch recht künstlerisch wirkende Akt des Erbrechens oder umganssprachlich, pardon die Damen - Kotzen.

Bevor ich loslege (schreiben, nicht mit Bröckel-Husten) erstmal eine Art Einleitung. Sämtliche Beispiele die hier genannt werden stammen aus meinem Bekannten- und Freundeskreis. Ich werde allerdings niemanden namentlich nennen. Liebe Miterbrecher, wenn ihr euch mit diesem Eintrag beleidigt fühlt, meldet euch.
Eigentlich soll der EIntrag allerdings niemanden bloßstellen und ich mache mich auch über niemanden lustig, ich hoffe durch das wegrationalisieren der Namen kann ich mich davon frei machen.
Nicht, dass einer sagt, die Aktion von mir war zum kotzen.

Was habe ich nicht schon alles gehört und gesehen.
Da gab es Leute, die sich gedacht haben, etwas gegen ihre Übelkeit zu tun und eine Apotheke aufsuchten.
Zumindest theoretisch.....leider war der Weg zu den Medikamenten zu weit. Eine Apotheke kann dennoch sehr befreiend wirken, dachte sich der Mensch.....und kotze spontan mal eben gegen das Schaufenster des Pharamzievertriebs.

Manchmal liegen die Leute, wenn man selbst sie vorfindet, ja auch schon stöhnend auf irgendeinem Sofa und haben schon einen Eimer neben sich.
Blöd ist dann, wenn beim...ähem...hochkommen der Inhalte ein plötzlicher Schub im Körper dem reinheitsbewussten Menschen sagt "Schieb den Eimer weg - der wird dreckig".
Gesagt, getan.

Der Klassiker, den vielleicht mehrere schonmal erlebt haben: Party im Neubau, 8.ter Stock, kein Weg zum Klo, aber der Mund schon gut voll mit einmal Mittagessen vom Vortag - süß-sauer.
Was näher liegt als das Klo? Klar: Der Balkon.
Ich werde es nie vergessen wie es aussieht, wenn jemand vom 8. Stock nach unten reiert. Auch werde ich nie vergessen, dass wir in dieser Nacht Gegenwind hatten. Die Mieter aus Stockwerk 1 bis 7 allerdings auch nicht.

Auch witzig war ein Kumpel, der auf dem Damenklo (!) verschwunden ist. Hinterher kam er knallrot raus, war doch aber lange drin.
Irgendwann erreichte uns die Meldung, jemand hatte dort auf den Boden gereiert. Nicht lustig. Lustig war der Grund, wieso ausgerechnet dahin: Der verzweifelte Mensch hatte so verzweifelt ein Pinkelbecken zum reinkotzen gesucht, dass er ganz vergaß, das eine Toilette in etwa den selben Zweck erfüllen könnte. Da ein Damenklo nun aber verhältnismäßig wenige Pinkelbecken hat lief er dort drinnen wohl ca. 1 - 2 Minuten von Wand zu Wand, bis er sich für die Mitte - den Boden - entschied.

Und das nächste Mal erzähle ich euch, was Menschen noch so alles treiben wenn sie betrunken sind und nicht gerade im Magen mehr Platz für Alkohol schaffen wollen.

Tschüüüüüü

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